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Überlieferung

Die Melodien zu den mehrstimmigen Stücken wie auch zu den einstimmigen Liedern hat Oswald von Wolkenstein selbst in zwei großformatigen Pergamenthandschriften zusammen mit den Texten fachgerecht aufzeichnen sowie kostbar mit Zier-Initialen und jeweils einem Autorbildnis ausschmücken lassen.
Die ältere der beiden Prachthandschriften (Hs. A) wird heute in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt. Sie trägt die Signatur Cod. Vind. 2777, ist 1425 angelegt und enthält insgesamt 108 Lieder.

Hier der Link zum Digitalisat der Innsbrucker Handschrift B


Die jüngere Pergamenthandschrift (Hs. B) ist auf 1432 datiert. Sie war bis ins 19. Jahrhundert im Familienbesitz der Nachkommen Oswalds von Wolkenstein verblieben und ist erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts in die Universitätsbibliothek Innsbruck (ohne Signatur) gelangt.
Diese Sammlung besteht aus 118 Liedern einschließlich einigen Spruchgedichten. Sie bildet heute die Editionsgrundlage der Wolkensteinschen Lyrik und ist besonders wegen des Autorbildnisses berühmt. Es gilt als das erste lebensechte und lebensgroße Porträt eines deutschen Dichters. Sein Maler wird der Pisanello-Schule zugerechnet.